MMietzinsprüfung

Rechtliche Grundlage

Verständliche Zusammenfassung für die MVP-Schnellprüfung. Die Inhalte sind in eigenen Worten formuliert und basieren auf Informationen des Schweizerischen Mieterinnen- und Mieterverbands.

Der Referenzzinssatz einfach erklärt

So funktioniert der Referenzzinssatz

Vom Hypothekarzins zur möglichen Mietzinssenkung

  1. Banken vergeben Hypotheken

    Hypothekarzinsen in der Schweiz steigen oder fallen.

  2. Durchschnittszinsen verändern sich

    Der Bund berechnet den Durchschnitt der relevanten Hypothekarzinsen.

  3. Offizieller Referenzzinssatz

    Das Bundesamt für Wohnungswesen veröffentlicht den offiziellen Referenzzinssatz.

  4. Alte Mietverträge

    Viele Mietverträge basieren noch auf früheren, höheren Referenzzinssätzen.

  5. Anspruch prüfen

    Ist der Referenzzinssatz gesunken, können Mieter eine Senkung verlangen.

Ein Beispiel - so entsteht Ihre Ersparnis

Beim Vertragsabschluss
Referenzzinssatz
1.75%
Nettomiete
CHF 2'000
Heute
Referenzzinssatz
1.50%
Mögliche neue Miete
CHF 1'942

Ersparnis: CHF 58 pro Monat

Das sind CHF 696 pro Jahr

Der Referenzzinssatz wird schweizweit offiziell durch das Bundesamt für Wohnungswesen (BWO) veröffentlicht und gilt als gesetzliche Grundlage für viele Mietverträge in der Schweiz.

Eine Mietzinssenkung zu prüfen ist kein persönlicher Angriff auf den Eigentümer. Es ist ein gesetzlich vorgesehenes Recht jedes Mieters in der Schweiz.

1. Was ist der Referenzzinssatz?

Der hypothekarische Referenzzinssatz bildet den Durchschnitt der Hypothekarzinsen in der Schweiz ab und ist für Mietzinsanpassungen in laufenden Mietverhältnissen massgebend. Er ist nicht dasselbe wie der Leitzins der Nationalbank.

2. Wann kann eine Mietzinsreduktion verlangt werden?

Wenn die aktuelle Nettomiete auf einem höheren Referenzzinssatz beruht als der aktuell gültige Satz, kann grundsätzlich ein Senkungsanspruch entstehen. Die Mieterschaft muss selbst aktiv werden und die Reduktion verlangen.

3. Welche Faktoren beeinflussen die Berechnung?

Entscheidend sind vor allem Nettomiete, Referenzzinssatz beim Vertragsabschluss oder der letzten Anpassung, aktueller Referenzzinssatz und der Zeitpunkt, auf den eine Anpassung verlangt werden kann.

4. Welche Rolle spielen Teuerung, Kostensteigerungen und Unterhalt?

Eine rechnerische Senkung kann durch zulässige Gegenpositionen reduziert werden. Dazu gehören etwa ein Teil der Teuerung, allgemeine Kostensteigerungen oder begründete Unterhaltskosten.

5. Wie läuft ein Senkungsbegehren ab?

Zuerst sollte der Anspruch geprüft werden. Danach wird der Verwaltung schriftlich die Senkung des Nettomietzinses verlangt. Das Schreiben muss rechtzeitig vor dem relevanten Termin eintreffen.

6. Wann kann die Verwaltung ablehnen?

Die Verwaltung kann Einwände vorbringen, etwa Teuerung, Kostensteigerungen, Mietzinsreserven oder Orts- und Quartierüblichkeit. Solche Einwände sollten sorgfältig geprüft werden.

7. Warum eine individuelle Prüfung sinnvoll ist

Viele Fälle wirken auf den ersten Blick ähnlich, unterscheiden sich aber bei Vertragsdatum, bisherigen Anpassungen, regionaler Praxis und Gegenrechnungen. Eine Detailprüfung hilft, das Risiko besser einzuschätzen.

Diese Berechnung ersetzt keine Rechtsberatung. Teuerung, allgemeine Kostensteigerungen, frühere Mietzinsanpassungen und spezielle Vertragsklauseln können das Ergebnis beeinflussen.